Fließende Grenzen - am GRÜNEN BAND

In diesem meditativen Video habe ich drei Flussorte am GRÜNEN BAND in Österreich hergenommen und meine Eindrücke aus zahlreichen Wanderungen komprimiert. www.euronatur.org Zitat: "Über 12.500 Kilometer erstreckt sich das Grüne Band als Korridor von Lebensräumen mit außergewöhnlicher Artenvielfalt entlang des einstigen Eisernen Vorhangs vom hohen Norden Europas bis zum Schwarzen Meer im Süden. Mittlerweile ist die faszinierende Idee, den früheren Eisernen Vorhang in ein „Grünes Band Europa“ zu verwandeln, zumindest teilweise, Wirklichkeit geworden." www.naturschutzbund.at Zitat "Es zieht sich auf fast 1.300 km von Oberösterreich, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark bis nach Kärnten. Neben den schon bekannten grenzübergreifenden Nationalparken Böhmerwald, Thayatal und Neusiedler See existieren viele kleine Natur-Kostbarkeiten entlang der Grenze."


Zur genaueren Bedeutung von Koans: https://de.wikipedia.org/wiki/K%C5%8Dan Für die meisten Kōans werden alle verstandesmäßigen Lösungen des Kōans als falsch angesehen. Der eigentliche Sinn dieser Kōans, ihre wesentliche Funktion, erschließt sich nur intuitiv, ohne Worte. In diesem Videopoem habe ich einige Koanfragen gestellt: die Antworten müsst ihr Euch selber geben!


Auch dieses Video beruht auf Neu arrangierten und mit Footage angereicherten Material vom Imagienation Projekt 2015 (nähere Info dazu siehe oben!)

 

Es geht dabei um eine Kinovorstellung der besonderen Art... vielleicht werden Kinovorstellungen in der nächsten Zukunft tatsächlich ganz ähnlich aussehen....


Das ist die Visualisierung des Sinnspruchs: Dein ganzes Leben steckst du im Labyrinth fest und denkst daran, wie du ihm eines Tages entfliehst. Und welche Erfüllung du darin finden wirst. Die Vorstellung dieser Zukunft hält dich am Laufen, aber am Ende tust Du es nie, du hast die Zukunft einfach nur benutzt um der Gegenwart zu entfliehen. frei nach John Green


Ich habe bereits vor drei Jahren in Peru begonnen, in Zeitlupe oder fotografisch mit 1/4000s Aufnahmen die flüchtigen Eindrücke festzuhalten, an denen wir auf Reisen oft einfach vorbeifahren, Menschen, in ihrem Alltag eingebettet. Momentaufnahmen die durch die Verlangsamung wie ein langsames Ballet wirken, oft eine gestaffelte Tiefe erhalten und mir als Kultureindruck oft wichtiger sind, als die "Leuchtturmpunkte" aus denen sich Reisen ja oft zusammensetzen. Hier ein slowmotion Film von der Ugandareise...


Auf dem Weg von Pokhara nach Lumbini zum Geburtsort Buddhas. Reisen ist zu einem Aufsuchen von Special Points geworden, in möglichst kurzer Zeit. Wir fahren von idealisierten kulturellen Highlights zu den nächsten. Lumbini, ein Unesco/Uno Kunstprojekt an der Geburtsstätte Buddhas, ein Paradiesgarten buddhistischer Tempel und Parkanlangen inmitten einer Umgebung, geprägt von tiefster Armut und Überlebenskampf, mit Menschen, die uns teils herzlich und offen begegnen aber auch mit einem "give me money mister!" Schlag auf den Arm. Der Weg durch ein "3-teWeltLand". Im Vorbeifahren fliegen die Eindrücke vorüber, nicht festzuhalten, schwer zu interpretieren, Momentaufnahmen in 1/4000 sec. Als Kontrapunkt die Nabelschnur der Elektrifizierung, ein Chaotisches Knäuel als Wegweiser in die ungewisse Zukunft....


Ohne Worte...

 

Ein weiteres Videopoem abgeleitet aus dem "Maskenprojekt" - Imagienation von 2015. Dabei wurden von mir Videosequenzen mit Freiwilligen der Grünbacher Gemeinde gefilmt zu einer Reihe von Themen wie: Kinosaal, Maskenball, Tafelszene, in der an die Nutzung des ehemaligen Arbeiterheims Urhof in Grünbach am Schneeberg gedacht wurde. In einer Liveperformance mit Bea von Schrader mit Live visuals durch tag tools von Dieter Puntigam und Livemusik von Martin Kratochwil wurde ein Zusammenschnitt des Videos als Background projiziert. Jetzt erfährt das Material eine Neuinterpretation als eine Reihe von Videopoems.


Videopoems sind für mich abstrakte visuelle Ideen, die ohne Worte oder nur mit Referenzen zu Weisheitssprüchen oder Zitaten und mit einer Mischung aus langsamen Transformationen und einer meditativen Musik eine audiovisuelle Stimmung vermitteln möchten. Mir ist bewusst, dass ich damit gegen den Strom der Kurzatmigkeit und schnellen Schnitte schwimme. Ich mache das ganz bewusst, weil ich mit dieser Form der "living gallery", schon lange experimentiere und es für mich ein Statement zur Entschleunigung ist.


Die "Living Gallery" ist ein alter Traum von mir. Ein Galerie der lebenden Bilder, die sich durch Morphings (wie im obigen Video) oder durch extrem langsame Überblendungen, wie im Film Knoten (siehe unten) entwickeln. In Stones of Kreta ist die Veränderung ja klar zu sehen, aber stelle dir vor, es dauert 2 minuten, bis das andere Bild entsteht... das ähnelt dem Beobachten eines Vollmondes oder Sonnenuntergangs. Die Zeit ist so gedehnt, dass wir die Bewegung als solche fast nicht wahrnehmen und dennoch ändert das Bild ständig seine Form und Zusammensetzung.

Ich habe in Barcelona eine Arbeit von Brian Eno gesehen, der das in ähnlicher Form umgesetzt hat. Er nennt das Lightmusic.

 

Die Bilder zu dem Video entstanden in einer 1 stündigen Fotosession bei einem Spaziergang in Kreta. Dabei hatte ich diese visuelle Umsetzung bereits im Kopf.


Beim Spazierengehen  am Meeresufer fielen mir die vielfältigen Knoten der Taue auf, mit denen die Fischerboote befestigt sind. Ich begann sie zu fotografieren und bald hatte ich eine schöne Serie. Um Sie visuell in Beziehung zu setzen verwendete ich die langen Blenden um die Selbstähnlichkeit und Vielfalt zu zeigen. Diversity is beautiful!


Bei einem Urlaub auf Korsika experimentierte ich mit der Gopro und machte einiges an Unterwasseraufnahmen den Gumpen des Fango Deltas, wo auch im Sommer glasklares Wasser aus den korsischen Bergen fließt. Ich hatte damals die Idee einen rhythmischen Film zu machen mit Abtauch-und Auftauchszenen an verschiedenen Stellen des Flusses. Doch es dauerte einige Zeit, weil die Gopro Aufnahmen für meinen damaligen Computer eine Überforderung darstellten. Nun konnte ich die Idee realisieren.